Grundpreis & Arbeitspreis – So setzt sich der Stromtarif zusammen
Stromtarife bestehen im Kern aus einem festen Grundpreis und einem verbrauchsabhängigen Arbeitspreis. Während der Grundpreis dauerhaft anfällt, steigt der Arbeitspreis proportional zum individuellen Verbrauch. Dieser Artikel erklärt die Unterschiede und zeigt, wie beide Werte die jährlichen Stromkosten beeinflussen.
Was ist der Grundpreis?
Der Grundpreis ist der feste monatliche Kostenanteil eines Stromtarifs. Er wird unabhängig vom tatsächlichen Stromverbrauch berechnet und deckt unter anderem Netznutzung, Messstellenbetrieb, Abrechnung und Bereitstellung der Infrastruktur ab. Haushalte mit geringem Jahresverbrauch spüren den Einfluss des Grundpreises besonders deutlich.
Da der Grundpreis verbrauchsunabhängig ist, lohnt es sich für Haushalte mit niedrigem Energiebedarf, Tarife mit geringem Fixkostenanteil zu wählen.
Gas-Vergleich-Web.de.
Was ist der Arbeitspreis?
Der Arbeitspreis wird pro verbrauchter Kilowattstunde (kWh) berechnet und ist damit der variable Teil der Stromkosten. Je intensiver Geräte genutzt werden oder je größer der Haushalt ist, desto stärker steigt der Anteil des Arbeitspreises an der Endabrechnung.
- Berechnung pro kWh: Verbrauch × Preis = Kosten
- wirkt direkt proportional zum Strombedarf
- Energieeffizienz senkt den benötigten Verbrauch
Einfluss auf die Gesamtkosten
Die Höhe des Jahresverbrauchs bestimmt, welcher Kostenanteil größer ausfällt. Bei geringem Verbrauch wirkt der Grundpreis als Hauptfaktor, während bei hohem Jahresbedarf der Arbeitspreis den größten Anteil ausmacht. Daher lohnt es sich, beim Tarifvergleich immer beide Preisbestandteile gemeinsam zu bewerten.
- Niedrigverbrauch → Grundpreis wirkt stärker
- Hoher Bedarf → Arbeitspreis dominiert
- Gesamtkosten = Grundpreis + Verbrauchskosten
Wann lohnt sich welcher Tariftyp?
Für Ein- bis Zweipersonenhaushalte mit geringem Strombedarf kann ein Tarif mit niedrigem Grundpreis vorteilhaft sein. Familien, Haushalte mit Homeoffice oder stromintensiven Geräten profitieren häufig stärker von Tarifen mit günstigerem Arbeitspreis. Wichtig ist, den eigenen Jahresverbrauch realistisch einzuschätzen.
- Wenig Verbrauch: niedriger Grundpreis wichtig
- Hoher Verbrauch: günstiger Arbeitspreis relevanter
- Smart Meter: Verbrauchstransparenz unterstützt Tarifentscheidung
FAQ – Häufige Fragen
Warum gibt es einen Grundpreis?
Der Grundpreis deckt feste Betriebskosten wie Netzbereitstellung, Messstellenbetrieb und Verwaltung ab – unabhängig davon, wie viel Strom verbraucht wird.
Was beeinflusst den Arbeitspreis?
Der Arbeitspreis spiegelt hauptsächlich die Energiebeschaffung und Netznutzung wider und richtet sich direkt nach dem individuellen Verbrauch in kWh.
Wie finde ich den passenden Tarif?
Tarifwahl sollte auf Basis des eigenen Jahresverbrauchs erfolgen. Niedrigverbrauch → günstiger Grundpreis, hoher Verbrauch → niedriger Arbeitspreis entscheidend.