Elektroinstallation

Grundlagen der Elektroinstallation

Eine sichere Elektroinstallation beginnt mit einer sorgfältigen Planung. Ziel ist es, alle benötigten Steckdosen, Lichtkreise und fest angeschlossenen Geräte so zu versorgen, dass sie dauerhaft zuverlässig arbeiten. Gleichzeitig müssen die geltenden Normen und Sicherheitsvorschriften eingehalten werden, um Personen- und Sachschäden zu vermeiden.

Zu den zentralen Bestandteilen gehören der Hausanschluss, die Zähleranlage, die Verteilung mit Sicherungen und Fehlerstromschutzschaltern sowie die einzelnen Stromkreise mit passenden Leitungen und Schutzorganen. In Neubau und Sanierung spielt zudem die zukünftige Nutzung eine wichtige Rolle, etwa für Homeoffice, E-Mobilität oder smarte Gebäudetechnik.

Stromkreise & Absicherung

Stromkreise fassen Verbraucher mit ähnlichen Anforderungen zusammen – etwa Lichtkreise, Steckdosenkreise oder spezielle Leitungen für Herd, Waschmaschine oder Ladepunkte. Für jeden Stromkreis wird ein geeigneter Leitungsschutzschalter gewählt, der Leitungen und angeschlossene Geräte vor Überlastung und Kurzschluss schützt.

  • Aufteilung in mehrere Stromkreise erhöht die Betriebssicherheit
  • Leitungsschutzschalter schützen vor Überlastung und Kurzschluss
  • Fehlerstromschutzschalter (FI/RCD) schützen zusätzlich vor gefährlichen Fehlerströmen

Sicherungen & Stromkreise
FI-Schutzschalter
Überlastungsschutz

Kabel & Leitungen im Überblick

Die Auswahl geeigneter Kabel und Leitungen ist ein weiterer wichtiger Baustein der Elektroinstallation. Abhängig von Verlegeart, Umgebung und Strombelastung kommen unterschiedliche Leitungsarten und Querschnitte zum Einsatz. Fehler bei der Dimensionierung können zu Erwärmung, Spannungsabfall oder im Extremfall zu Brandgefahr führen.

  • Leitungsquerschnitt richtet sich nach Stromstärke und Leitungslänge
  • Verlegeart (in der Wand, im Rohr, auf Putz) beeinflusst die Belastbarkeit
  • Isolationsmaterial muss zur Umgebung (Feuchtigkeit, Temperatur) passen

Kabel & Leitungen
Elektronormen

Hausanschluss & Verteilung im Gebäude

Der Hausanschluss verbindet das Gebäude mit dem öffentlichen Stromnetz. Vom Übergabepunkt des Netzbetreibers führen die Leitungen zum Hausanschlusskasten, zur Zähleranlage und weiter zur zentralen oder dezentralen Verteilung. Dort werden die einzelnen Stromkreise über Sicherungen und Fehlerstromschutzschalter abgesichert.

  • Hausanschluss als Schnittstelle zwischen öffentlichem Netz und Gebäude
  • Zählerplatz zur Erfassung des Energieverbrauchs
  • Verteiler mit Schutzorganen für alle Stromkreise im Haus

Hausanschluss
Stromzähler

FAQ – Häufige Fragen

Darf ich Elektroinstallationen im Haushalt selbst durchführen?

Einfachere Tätigkeiten wie das Wechseln von Leuchtmitteln oder das Anbringen von Leuchten sind in der Regel zulässig. Arbeiten an der festen Elektroinstallation – etwa im Verteiler, an Sicherungen oder am Hausanschluss – sollten aus Sicherheits- und Haftungsgründen immer von einem qualifizierten Elektrofachbetrieb durchgeführt werden.

Warum sind mehrere Stromkreise im Haus sinnvoll?

Mehrere Stromkreise erhöhen die Sicherheit und den Komfort. Fällt ein Stromkreis aus, bleibt der Rest der Installation in Betrieb. Außerdem können leistungsstarke Verbraucher wie Herd, Waschmaschine oder Trockner gezielt abgesichert werden.

Wann sollte eine Elektroinstallation erneuert oder überprüft werden?

Bei älteren Gebäuden, häufigen Sicherungsauslösungen, Erweiterungen der Nutzung (z. B. Homeoffice, E-Mobilität) oder sichtbaren Beschädigungen sollte eine Elektrofachkraft die Anlage prüfen. Gegebenenfalls sind Modernisierungen oder Nachrüstungen von Schutzorganen sinnvoll.



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